Vision of the Universal Form - 11 - 01

Der Shloka

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अर्जुन उवाच।

मदनुग्रहाय परमं गुह्यमध्यात्मसंज्ञितम् ।

यत्त्वयोक्तं वचस्तेन मोहोऽयं विगतो मम ॥

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Ardschun uwaatscha.

Madanugrahaja paramam guhjam adhjaatma-samndschnitam.

Jattwajoktam watschastena mohodajam wigato mama.

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Bedeutung / Zusammenfassung

Dieser Vers ist von großer Bedeutung, da er den Beginn von Arjunas Reaktion auf Krishnas tiefgründige Lehren und die Offenbarung der universellen Form (Vishvarupa) im elften Kapitel darstellt. Er markiert einen entscheidenden Wendepunkt in Arjunas spiritueller Reise. Arjunas Bekenntnis, dass sein Wahn verschwunden ist, zeigt die transformative Kraft der göttlichen Offenbarung und der Lehre. Es unterstreicht, dass wahre Erkenntnis nicht nur intellektuell ist, sondern eine tiefgreifende Befreiung von Zweifel, Angst und Illusion bewirkt. Die Lehre wird als ‘paramam guhjam’ (höchstes Geheimnis) und ‘adhyātmasaṁjñitam’ (die das Selbst betrifft) bezeichnet, was ihre erhabene und essentielle spirituelle Natur hervorhebt. Dies symbolisiert, wie die Führung eines wahren Gurus (Lehrers) den Schüler aus der Dunkelheit der Unwissenheit zur Klarheit des Verständnisses führen kann.

Arjuna sprach: Um mir Gnade zu erweisen, die höchste geheime Lehre über das Selbst, die Du gesprochen hast - dadurch ist mein Wahn verschwunden.

Arjuna drückt seine tiefe Dankbarkeit aus und erklärt, dass die höchste, geheime spirituelle Lehre über das Selbst, die Krishna ihm offenbart hat, all seine Illusionen und seinen Wahn vollständig beseitigt hat.

Nachdem Krishna Arjuna die erschreckende und gleichzeitig ehrfurchtgebietende Vision seiner universellen Form (Vishvarupa) gezeigt und ihm erklärt hat, dass er die Zeit selbst ist, die alle Kreaturen verschlingt, spricht Arjuna diese Worte. Er ist zutiefst bewegt und seine früheren Zweifel und seine Verwirrung, die ihn zu Beginn des Krieges plagten (sein ‘Moha’), sind vollständig verschwunden. Arjuna erkennt, dass Krishnas Lehren nicht nur Ratschläge waren, sondern eine ‘paramam guhjam adhjaatma-samndschnitam’ - eine höchste, zutiefst geheime spirituelle Wissenschaft des Selbst, die ihm aus Gnade offenbart wurde. Diese Erkenntnis hat ihn von der Illusion befreit, dass er der Handelnde sei und dass die Tötung seiner Verwandten Sünde wäre. Er versteht nun die kosmische Ordnung und Krishnas Rolle als der höchste Lenker aller Dinge, was ihm eine neue Klarheit und Entschlossenheit für seine Pflicht als Krieger gibt. Seine Dankbarkeit entspringt der tiefen Wertschätzung für die göttliche Einsicht, die ihm zuteilwurde und die seine gesamte Weltsicht transformiert hat.

Dieser Vers stellt Arjunas erste Antwort dar, nachdem Krishna ihm die überwältigende Vision seiner universellen Form (Vishvarupa Darshan) gezeigt und ihm die tiefsten Geheimnisse des Daseins und des Karmas offenbart hat. Im vorhergehenden Teil des elften Kapitels hatte Krishna Arjuna seine wahre göttliche Natur als der Höchste Herr und die kosmische Form offenbart, die alle Wesen, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft umfasst. Arjuna hatte diese unendliche Form gesehen, die sowohl strahlend als auch furchteinflößend war, und hatte die Bedeutung des Krieges als Teil eines göttlichen Plans verstanden. Diese Erfahrung und die dazugehörigen Lehren haben Arjunas ursprüngliche Verwirrung und seinen Wahn vollständig beseitigt. Er war zu Beginn der Schlacht voller Zweifel, ob er gegen seine Verwandten kämpfen sollte, und litt unter Kummer und Anhaftung. Nun, durch Krishnas Gnade, ist diese Illusion gewichen, und er ist bereit, seine Pflicht mit vollem Verständnis und Hingabe zu erfüllen.

Satz - 1

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अर्जुन उवाच।

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Bedeutung

Arjuna sprach.

Meaning of Words

अर्जुन

Ardschun

Arjuna ist einer der fünf Pandava-Prinzen und der Hauptheld des Mahabharata-Epos. Sein Name bedeutet „weiß”, „hell” oder „der strahlende”. Er ist ein äußerst geschickter Bogenschütze und ein enger Freund und Schüler von Krishna, der in der Schlacht von Kurukshetra als sein Wagenlenker dient und ihm die Lehren der Bhagavad Gita übermittelt.

उवाच

uwaatscha

sprach

Die Vergangenheitsform des Verbs „sprechen” oder „sagen”. Es kennzeichnet hier, dass Arjuna seine folgenden Worte äußert.

Satz - 2

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मदनुग्रहाय परमं गुह्यमध्यात्मसंज्ञितम् ।

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Bedeutung

Um mir Gnade zu erweisen, die höchste geheime Lehre über das Selbst (die Seele/den Geist).

Meaning of Words

मदनुग्रहाय

Madanugrahaja

um mir Gnade zu erweisen / für meine Gunst

Eine Zusammensetzung aus ‘mama’ (mir, meinem) und ‘anugrahāya’ (für Gnade, zur Gunsterweisung). Es drückt aus, dass Krishna diese tiefgründige Lehre aus Güte und Barmherzigkeit gegenüber Arjuna offenbart hat.

परमं

paramam

höchste / oberste

Bezieht sich auf etwas, das von höchster Qualität, Bedeutung, Priorität oder Position ist. Hier betont es die erhabene und ultimative Natur der offenbarten spirituellen Lehre.

गुह्यम्

guhjam

geheime / vertrauliche

Etwas, das verborgen, schwer zugänglich oder vertraulich ist und nur einem würdigen und vertrauenswürdigen Schüler oder Eingeweihten offenbart wird. Es unterstreicht die Tiefe und Exklusivität dieser spirituellen Wahrheit.

अध्यात्मसंज्ञितम्

adhjaatma-samndschnitam

bekannt als die Wissenschaft des Selbst / die das Selbst betrifft

Eine Verbindung aus ‘adhyātma’ (bezogen auf das Selbst, die Seele oder den individuellen Geist) und ‘saṁjñitam’ (bezeichnet, benannt oder bekannt als). Es bezeichnet hier eine spirituelle Lehre oder Erkenntnis, die sich auf die wahre Natur des individuellen Selbst (Ātman) und seine Beziehung zum Höchsten (Brahman) konzentriert.

Satz - 3

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यत्त्वयोक्तं वचस्तेन मोहोऽयं विगतो मम ॥

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Bedeutung

Was von Dir gesprochen wurde, diese Rede, dadurch ist mein dieser Wahn vergangen.

Meaning of Words

यत्

jat

was / das

त्वया

twaja

Die Instrumentalform von ‘tva’ (Du), die ‘durch Dich’ oder ‘von Dir’ bedeutet. Hier bezieht sich dies auf Krishna, der zuvor die tiefgründigen Lehren über das Universum und seine eigene göttliche Form offenbart hat.

उक्तं

uktam

gesagt / gesprochen

Das Partizip Perfekt Passiv des Verbs ‘vac’ (sprechen). Es bedeutet ‘was gesagt wurde’ oder ‘was geäußert wurde’.

वचस्

watschas

Wort / Rede

Bezeichnet eine Äußerung, eine Rede, eine Aussage oder eine Lehre. Hier bezieht es sich auf die Gesamtheit der von Krishna gegebenen Belehrungen.

तेन

tena

dadurch / durch dies

Die Instrumentalform, die ‘dadurch’, ‘deswegen’ oder ‘durch das’ bedeutet. Es verweist auf die unmittelbare Ursache - Krishnas Worte und Offenbarungen.

मोहः

mohas

Wahn / Illusion / Verblendung

Beschreibt einen Zustand der Verwirrung, Illusion, Täuschung oder starken Anhaftung, der durch Unwissenheit (Avidya) verursacht wird. Arjuna litt zu Beginn des Krieges unter diesem Wahn, der ihn daran hinderte, seine Pflicht zu erfüllen.

अयम्

ajam

dieser

विगतो

wigato

vergangen / verschwunden / beseitigt

Bedeutet, dass etwas aufgehört hat zu existieren, weg ist, entfernt oder beseitigt wurde. Hier bezieht es sich darauf, dass Arjunas Wahn vollständig aufgelöst wurde.

मम

mama

Die Genitivform des Pronomens ‘ich’, bedeutet ‘mein’ oder ‘mir gehörend’. Es betont die persönliche Erfahrung Arjunas.